In der Kunststoffindustrie werden Stabilitätsadditive häufig verwendet, um Polymere vor dem Abbau durch UV-Licht, Oxidation oder thermische Belastung zu schützen. Hitzestabilisatoren verhindern beispielsweise die Zersetzung von Kunststoffen während des Spritzgieß- oder Extrusionsprozesses, während UV-Stabilisatoren die Vergilbung und Rissbildung von Kunststoffen im Freien reduzieren. Antioxidantien wie Phenole oder Phosphite schützen vor oxidativem Abbau, der die mechanischen Eigenschaften des Materials beeinträchtigen kann.
In der Lebensmittelindustrie dienen Stabilitätsadditive dazu, die Haltbarkeit von Produkten zu verlängern. Konservierungsstoffe wie Benzoesäure oder Sorbinsäure hemmen das Wachstum von Mikroorganismen, während Antioxidantien wie Ascorbinsäure oder Tocopherol die Oxidation von Fetten und Ölen verhindern. Diese Additive tragen dazu bei, dass Lebensmittel länger frisch bleiben und ihre Qualität erhalten.
In der Kosmetik- und Pharmaziebranche werden Stabilitätsadditive eingesetzt, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Produkten zu gewährleisten. Sie verhindern beispielsweise die Zersetzung von Wirkstoffen durch Licht oder Feuchtigkeit und sorgen dafür, dass Cremes, Salben oder Arzneimittel ihre gewünschte Wirkung behalten. Stabilisatoren wie Chelatbildner binden Metallionen, die sonst katalytisch den Abbau von Wirkstoffen beschleunigen könnten.
Die Auswahl der geeigneten Stabilitätsadditive hängt von den spezifischen Anforderungen des Anwendungsbereichs ab, einschließlich der Art des Materials, der Lagerbedingungen und der gewünschten Haltbarkeit. Regulatorische Vorgaben, wie sie von Behörden wie der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) oder der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) festgelegt werden, müssen dabei stets beachtet werden, um die Sicherheit und Verträglichkeit der Produkte zu gewährleisten.