Zu den Hauptmerkmalen gehören kognitive Fluktuationen, visuelle Halluzinationen, REM-Schlaf-Verhaltensstörungen sowie Parkinson-Symptome wie Bradykinesie, Rigor und Zittern. Autonome Dysfunktionen (Blutdruckschwankungen, orthostatische Hypotonie), Gleichgewichtsstörungen und Stürze sind häufig. Die Symptomatik kann im Tagesverlauf stark schwanken, was die Diagnosestellung erschwert.
Die Diagnose basiert primär auf klinischen Kriterien; unterstützende Hinweise ergeben sich aus Bildgebung, z. B. einer verringerter Dopamintransporter-Aktivität im DAT-SPECT oder reduzierter Herz-MIBG-Aufnahme. Abgrenzung zu anderen Demenzerkrankungen erfolgt durch die charakteristische Kombination aus kognitiven Defiziten, Fluktuationen, Halluzinationen und Parkinson-Symptomatik.
Es gibt keine Heilung. Die Behandlung ist symptomorientiert: Cholinesterasehemmer (z. B. Rivastigmin, Donepezil) können kognitive Beeinträchtigungen und visuelle Halluzinationen erleichtern. Levodopa bleibt die wichtigste Option zur Behandlung parkinsonischer Symptome, wirkt jedoch oft weniger stabil als bei Morbus Parkinson und kann Fluktuationen verstärken. Antipsychotika sind mit erhöhter Gefahr von schweren Nebenwirkungen verbunden; bei schweren Psychosen werden niedrig dosierte Quetiapin- oder Clozapin-Verschreibungen erwogen, andere Antipsychotika sollten vermieden werden. Nichtpharmakologische Maßnahmen, Bewegungs- und Gedächtnistraining, Schlafhygiene und Unterstützung für Angehörige sind wesentliche Bestandteile der Versorgung.
Der Verlauf ist progressiv und individuell stark variabel. Die Lebenserwartung nach Erstdiagnose liegt typischerweise mehrere Jahre; Komplikationen wie Infektionen oder Stürze tragen wesentlich zur Beeinträchtigung der Lebensqualität bei. Forschung konzentriert sich auf bessere Frühdiagnose, Biomarker und Therapien, die sowohl kognitive als auch motorische Symptome gezielt adressieren.