Entscheidungsroutinen
Entscheidungsroutinen bezeichnet man in der Organisations- und Kognitionsforschung als wiederkehrende, standardisierte Muster, nach denen Entscheidungen getroffen werden. Sie umfassen mentale Abläufe und organisatorische Regelwerke, die in bestimmten Situationen automatisch oder routinemäßig ablaufen. Ziel ist es, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen, Konsistenz zu gewährleisten und Ressourcen effizient zu nutzen. Routinen bauen auf Erfahrungen, Heuristiken, formalen Kriterien oder Checklisten auf und können individuell oder in Organisationen existieren.
Aufbau und Funktionsweise: Eine Entscheidungsroutine hat typischerweise Auslöser (Trigger), eine Folge von Schritten oder Regeln, Entscheidungswerte
Typen: Es gibt einfache heuristische Routinen (zum Beispiel Wenn-Kriterium erfüllt, dann Aktion), regelbasierte Routinen (SOPs), Entscheidungsbäume
Vor- und Risiken: Routineentscheidungen erhöhen Geschwindigkeit, Transparenz und Skalierbarkeit, können aber zu Bias, Inflexibilität, Übervereinfachung oder
Anwendung und Gestaltung: Bei der Gestaltung von Entscheidungsroutinen geht es um Klarheit, Nachvollziehbarkeit, Auditierbarkeit und Passung