Sammlungspraktiken
Sammlungspraktiken bezeichnet die Gesamtheit der methodischen, organisatorischen und rechtlichen Aktivitäten, die mit dem Aufbau, der Pflege und der Nutzung von Sammlungen in Museen, Archiven, Bibliotheken, naturwissenschaftlichen Einrichtungen oder privaten Sammlungen verbunden sind. Ziel ist es, Objekte, Dokumente oder Artefakte systematisch zu erfassen, zu bewahren, wissenschaftlich nutzbar zu machen und der Öffentlichkeit zugänglich zu halten.
Zu den zentralen Aufgaben gehören der Erwerb oder die Schenkung von Objekten, die Provenienzforschung, Vertrags- und
Dokumentation und Inventarisierung: Jedes Objekt wird mit Metadaten erfasst, Kataloge geführt und Standards genutzt, um Material,
Lagerung, Konservierung und Transport: Geeignete klimatische Bedingungen, Schutz vor Schädigung, regelmäßige Zustandsprüfungen und fachgerechte Restaurierung gewährleisten
Zugänglichkeit und Nutzung: Sammlungen dienen Forschung, Lehre, Ausstellungen und Publikationen. Digitale Bestände, Online-Kataloge und öffentlich zugängliche
Ethik und Recht: Internationale und nationale Standards, wie der ICOM Code of Ethics, beeinflussen Sammlungspraktiken. Provenienzforschung,
Digitalisierung: Aufbereitung, Metadatenschemata und Langzeitarchivierung digitaler Bestände sichern langfristige Verfügbarkeit und erleichtern Forschung und Vermittlung.