Gefäßnetzwerken
Gefäßnetzwerke sind vernetzte Gefäßsysteme, die Gewebe mit Blut, Lymphe und Immunzellen versorgen beziehungsweise Abfallstoffe entfernen. Im menschlichen Körper bezieht sich der Begriff vorwiegend auf das Blutgefäßsystem, das aus Arterien, Arteriolen, Kapillaren, Venolen und Venen besteht. Ergänzend bildet das Lymphgefäßsystem ein eigenes Netzwerk, das Gewebsflüssigkeit ableitet, Fetttransport unterstützt und Immunreaktionen koordiniert.
Struktur und Eigenschaften: Gefäßnetzwerke zeigen eine baumartige, hierarchische Organisation. Kapillaren ermöglichen den Austausch von Sauerstoff, Nährstoffen
Entwicklung und Regulation: Gefäße entstehen durch Vasculogenese und Angiogenese, reguliert durch Wachstumsfaktoren, Sauerstoffverfügbarkeit sowie mechanische Belastung.
Funktionen und Bedeutung: Die Hauptaufgabe besteht im Transport von Sauerstoff, Kohlendioxid, Nährstoffen und Hormonen sowie im
Modellierung, Diagnostik und Therapie: Netzwerke lassen sich mit physikalischen Gesetzen (z. B. Hagen-Poiseuille) und Netzwerktheorien beschreiben.