Cobalaminmangel
Cobalaminmangel, auch Vitamin-B12-Mangel genannt, ist ein Zustand, bei dem der Körper nicht ausreichend Cobalamin (Vitamin B12) zur Verfügung hat. Der Mangel beeinträchtigt die Blutbildung und das Nervensystem und kann zu schweren Folgen führen, wenn er unbehandelt bleibt.
Ursachen sind vielfältig. Die häufigste Ursache ist eine perniziöse Anämie, bei der Autoantikörper die Absorption durch
Pathophysiologie: B12 ist essentiell für die DNA-Synthese und den Fettstoffwechsel in Myelinscheiden. Ein Mangel führt zu
Klinik: Hämatologisch zeigt sich eine megaloblastäre Anämie mit Makrozytose. Neurologische Symptome umfassen periphere Parästhesien, Gangunsicherheit, Koordinationsstörungen
Diagnostik: Messung des Serum-Cobalamins, ergänzt durch Methylmalonsäure und Homocystein. Blutbild zeigt oft Makrozytose. Falls vermutet, werden
Therapie: Substitution von B12. Typisch initial 1000 Mikrogramm Cyanocobalamin intramuskulär täglich oder mehrmals wöchentlich, gefolgt von
Prognose: Bei früher Behandlung gute Ansprechraten; lang andauernder Mangel kann zu bleibenden neurologischen Defiziten führen. Prävention