casestudymethoden
Casestudymethoden bezeichnen eine Forschungsstrategie, die sich auf ein abgegrenztes System, einen Fall, konzentriert, um Phänomene im realen Kontext in tiefer Weise zu verstehen. Ein Fall kann eine Person, eine Organisation, ein Ereignis oder eine Gemeinschaft sein; die Grenzen des Falls werden durch die Forschungsfragen festgelegt. Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge, Prozesse und Dynamiken zu beschreiben, zu erklären oder Theorien zu entwickeln und zu prüfen. Casestudien kommen in den Sozial-, Wirtschafts- und Gesundheitswissenschaften sowie in Bildung, Verwaltung und Evaluation zum Einsatz.
Design und Typen: Casestudien können als Einzelfallstudie oder Mehrfachfallstudie konzipiert sein. Sie können ganzheitlich (holistisch) oder
Datenerhebung: Die Datenerhebung erfolgt oft multi-methodisch und triangulativ, z. B. durch Interviews, Beobachtungen, Dokumente, Archivmaterialien und
Datenanalyse: Die Analyse erfolgt fallorientiert und kann innerhalb des Falls sowie cross-case Vergleiche umfassen. Methoden reichen
Qualität und Gütekriterien: Wichtige Kriterien sind Validität, Zuverlässigkeit, Übertragbarkeit (Transfer), Triangulation, dichte Beschreibung und Transparenz des
Stärken und Grenzen: Casestudien liefern kontext- und prozessreiche Einsichten und sind flexibel. Einschränkungen betreffen oft mangelnde