Kernbiopsien
Kernbiopsien sind diagnostische Verfahren, bei denen mit einer Hohlnadel Gewebekerne aus einem Zielorgan entnommen werden. Die Proben ermöglichen die mikroskopische Beurteilung von Zellen und Gewebearchitektur und werden oft durch Zusatzuntersuchungen wie Immunhistochemie oder molekulare Tests ergänzt. Kernbiopsien kommen in vielen Bereichen der Medizin zum Einsatz, zum Beispiel bei der Brust, Leber, Niere, Prostata und Lymphknoten. In der Nephrologie spielt die renal-kernbiopsie eine zentrale Rolle zur Abklärung unklarer Nierenerkrankungen, Proteinurie oder akuter Verschlechterung der Nierenfunktion sowie zur Beurteilung eines Transplantats.
Indikationen umfassen unklare oder fortschreitende Erkrankungen von Geweben, Verdachtsdiagnosen auf Tumoren oder Entzündungen, Beurteilung von Läsionen
Verfahren: Die Biopsie erfolgt in der Regel perkutant unter Bildgebung (Ultraschall oder CT) und lokaler Anästhesie.
Risiken umfassen vor allem Blutung, selten Infektionen oder Verletzungen benachbarter Strukturen; schwere Komplikationen sind selten. Nachsorge:
Alternative Methoden wie Feinnadelaspiration oder offene Biopsie können je nach Organ und Fragestellung gewählt werden. Grenzen