Frühscreening
Frühscreening bezeichnet systematische Untersuchungen zur frühzeitigen Erkennung von Erkrankungen, Risikofaktoren oder Entwicklungsstörungen bei Personen, die noch keine oder nur unspezifische Symptome zeigen. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu identifizieren, geeignete Präventionsmaßnahmen einzuleiten und die Behandlungsergebnisse zu verbessern. Frühscreening wird in der Regel als Teil öffentlicher Gesundheitsprogramme angeboten und kann sich an ganze Bevölkerungen oder an definierte Risikogruppen richten.
Typische Bereiche sind die Krebsfrüherkennung (z. B. Mammographie, Darmkrebsvorsorge), das Neugeborenen-Screening (zur Erkennung angeborener Stoffwechsel- oder
Organisatorisch erfolgt Frühscreening üblicherweise durch Gesundheitsdienste, mit Einladungen, Informationsmaterial und gegebenenfalls Einwilligungen. Die Wirksamkeit hängt von
Nutzen besteht oft in der frühzeitigen Intervention, Verringerung von Morbidität oder Sterblichkeit sowie verbesserter Lebensqualität. Nachteile
Ethik, Datenschutz, informierte Zustimmung und gleichberechtigter Zugang sind zentrale Aspekte. In vielen Ländern sind Frühscreening-Programme in