Fondsauswahl
Fondsauswahl bezeichnet den Prozess der Auswahl von Investmentfonds zur Umsetzung einer Anlagestrategie in Portfolios von privaten Anlegern, Vermögensverwaltern oder institutionellen Investoren. Ziel ist eine risiko- und renditeorientierte Allokation im Einklang mit Risikotoleranz, Anlagedauer und regulatorischen Vorgaben. Der Prozess wird häufig von Banken, Vermögensverwaltern oder unabhängigen Fundselektoren durchgeführt und bildet oft einen Teil der Gesamtkonzeption einer Anlagestrategie.
- Definition des Investmentuniversums und der Mandatsrestriktionen
- Festlegung von Ausschluss- und Qualitätskriterien
- Due Diligence inklusive Datenprüfung, Managementanalyse und Prozessbewertung
- Auswahlentscheidung und Freigabeprozesse
- Umsetzung im Portfolio und laufendes Monitoring
- Leistung: Gesamtrendite, Risiko-adjustierte Kennzahlen, Tracking-Error, Konsistenz gegenüber der Benchmark
- Risiko: Volatilität, Drawdown, Value at Risk, Stress- und Szenarioanalysen
- Kosten: Total Expense Ratio (TER), Ausgabeaufschläge, Handelskosten
- Qualität des Investmentprozesses: Transparenz, Stabilität des Investmentteams, Qualität des Risikomanagements
- Weitere Faktoren: Fondsdomizil, Liquidität, AUM, Steueraspekte, Reporting-Standards
- Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds, ETF/Tracker, thematische oder spezialisierte Fonds. Flexibilität zwischen aktivem und passivem Management ist üblich.
- Unabhängige oder geteilte Entscheidungsprozesse, Konfliktmanagement, zwei- bis mehr-Augen-Prinzip
- Regulatorische Rahmenbedingungen durch BaFin, ESMA, MiFID II, UCITS/AIFMD je nach Fondsart und Vertrieb
- Regelmäßiger Vergleich mit Benchmarks, Risikokennzahlen und Kosten
- Rebalancing, Anpassung an neue Marktbedingungen oder Mandatswechsel, Stopp-Kriterien bei Leistungs- oder Risikoprofilveränderungen
Fondsauswahl ist damit ein zentrales Element der professionellen Vermögensverwaltung, das sowohl fachliche Expertise als auch klare