Fiskalplanung
Fiskalplanung bezeichnet die systematische Ermittlung und Planung künftiger fiskalischer Spielräume einer Regierung oder öffentlicher Körperschaften. Sie umfasst die Prognose von Einnahmen und Ausgaben, die Einschätzung von Finanzierungsbedarf sowie die Steuerung von Verschuldung und Vermögenswerten. Fiskalplanung erfolgt auf mehreren Ebenen – national, regional und kommunal – und dient der nachhaltigen Haushaltsführung, der Verwirklichung politischer Ziele sowie der Stabilisierung der öffentlichen Finanzen in konjunkturellen Zyklen.
Der Planungsprozess folgt typischerweise einem mehrstufigen Zyklus: Zielsetzung und Policy-Design, Datenerhebung und Szenarioanalyse, Einnahmen- und Ausgabenprojektion,
Typische Instrumente sind mehrjährige Budgetierung, eine mittelfristige Finanzplanung (MFF), Fiskalregeln zur Schulden- und Defizitbegrenzung, Szenarioanalysen, Kosten-Nutzen-Bewertungen
Wesentliche Akteure umfassen das Finanzministerium oder -amt, Ministerien, Haushaltsausschüsse, Parlament bzw. Landtag, Aufsichts- bzw. Rechnungshof, regionale
Die Fiskalplanung stärkt Transparenz, Nachhaltigkeit, Priorisierung öffentlicher Ausgaben und Risikobewertung. Herausforderungen sind Prognoseunsicherheiten, politische Kompromisse, Institutionenstrukturen