Die Entwicklung der Motorräder begann im späten 19. Jahrhundert, als Fahrräder motorisiert wurden. Das erste Serienmodell wird häufig Daimler und Maybach (1885) zugeschrieben; 1894 brachte Hildebrand & Wolfmüller ein erstes kommerziell erhältliches Motorrad. Im 20. Jahrhundert wuchsen Leistung, Zuverlässigkeit und Stilvielfalt: Sport- und Touring-Modelle, Cruiser, Enduro und später Dual-Sport. Nach dem Zweiten Weltkrieg verbreitete sich der Motorradkult in Europa, Nordamerika und später weltweit; moderne Technik wie ABS, Traktionskontrolle und elektronische Fahrhilfen wurden allmählich Standard.
Motoren gehören zu den zentralen Unterscheidungsmerkmalen. Typische Kategorien sind Straßenmotorräder (Sport, Naked, Tourer, Cruiser), Offroad-Modelle wie Enduro und Motocross, sowie Dual-Sport, die im Straße- wie im Gelände eingesetzt werden. Elektrische Motorräder gewinnen an Bedeutung, insbesondere in Bereichen mit Emissionsvorgaben. Zusätzlich gibt es Motorroller (Scooter) mit kleinem bis mittlerem Hubraum, die meist über CVT-Getriebe verfügen. Die Antriebsübertragung erfolgt häufig über Kette, Zahnriemen oder Kardanantrieb.
Technisch umfasst ein Motorrad Rahmen, Motor, Getriebe, Aufhängung, Bremsen, Felgen und Elektrik. Fahrdynamik wird durch Federung, Reifenkonfiguration und Geometrie beeinflusst. Sicherheitstechnologien wie Anti-Blockier-System (ABS), Traktionskontrolle und Kurven-ABS helfen bei der Brems- und Kurvenstabilität; Fahrmodi erlauben unterschiedliche Leistungscharakteristika. Wartung umfasst Ölwechsel, Kettenpflege, Reifenwechsel und regelmäßige Inspektionen.
Motorräder dienen der Mobilität, dem Sport und der Freizeit. Weltweit gelten verschiedene Führerscheine und Helmpflichten; Sicherheitskultur und Umweltaspekte variieren regional. Der Trend geht zu leichteren, effizienteren Verbrennungsmotoren und zu elektrisch betriebenen Modellen, die Emissionen senken und niedrigere Betriebskosten versprechen.