hypokalzämie
Hypokalzämie bezeichnet einen zu niedrigen Kalziumspiegel im Blut. Oft wird das Gesamtkalzium gemessen, der ionisierte Anteil ist die biologisch relevante Fraktion. Bei verändertem Albumin wirkt das Gesamtkalzium oft zu niedrig; daher werden ionisiertes Kalzium oder korrigiertes Kalzium bestimmt.
Ursachen sind Störungen des Parathormonsystems (Hypoparathyreoidismus), Magnesiummangel, Vitamin-D-Mangel oder -Resistenz sowie renale Kalziumverluste. Häufige Ursachen sind
Klinisch zeigt Hypokalzämie oft periorale Parästhesien, Muskelkrämpfe, Tetanie und Krampfanfälle; Laryngospasmus ist seltener. Chvostek- und Trousseau-Zeichen
Diagnostik umfasst die Messung von Gesamt- und ionisiertem Kalzium; bei abnormalem Albumin ist ein korrigierter Wert
Behandlung bei akuter, symptomatischer Hypokalzämie: intravenös Kalzium (Kalziumgluconat) langsam infundieren, mit ECG-Überwachung; Magnesium prüfen und korrigieren.
Mit rechtzeitiger Behandlung ist die Prognose meist gut; unbehandelt drohen Tetanie und Arrhythmien. Prävention umfasst die
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