Platzwunde
Platzwunde ist eine Form der offenen Wunde, die durch stumpfe Gewalt verursacht wird. Im Gegensatz zu sauber durchtrennten Schnittverletzungen entsteht sie durch Druck-, Stoß- oder Quetschkräfte, wobei Haut und tiefer liegendes Gewebe gerissen, zerquetscht oder gequetscht werden. Die Wunde weist oft unregelmäßige, zerdrückte Ränder, Schwellung und Hämatome auf; auch Gewebsnekrose kann vorkommen. Tiefere Schichten können Muskeln, Sehnen, Gefäße oder Knochen betreffen. Kontamination durch Schmutz oder Fremdkörper ist häufig.
Ursachen sind Stürze auf harte Oberflächen, Verkehrsunfälle, Arbeitsunfälle, Sportverletzungen oder Prügel. Häufig geht eine Platzwunde mit
Diagnose und Abklärung umfassen die klinische Untersuchung zur Beurteilung des Ausmaßes, der Tiefe und möglicher Begleitverletzungen.
Behandlung: Die Erstversorgung folgt dem Grundsatz der Wundreinigung und des Debridements, um devitalisiertes Gewebe zu entfernen.
Prognose: Die Heilung hängt von Tiefe, Kontamination und Begleitverletzungen ab. Komplikationen können Infektionen, Gewebeverlust oder Funktionseinschränkungen