Medienpraktiken
Der Begriff Medienpraktiken bezeichnet in der Mediensoziologie und Medienwissenschaft die alltäglichen, routinisierten und zielgerichteten Arten, wie Menschen Medien nutzen, gestalten und weiterverbreiten. Der Begriff umfasst nicht nur den Konsum von Inhalten, sondern auch Produktion, Distribution, Partizipation und Deutung. Technische Hilfsmittel wie Smartphones, Computer und Fernsehgeräte, digitale Plattformen wie soziale Netzwerke, Streaming-Dienste und Nachrichtenseiten sowie soziale und kulturelle Rahmenbedingungen fließen in die Analyse ein.
Typische Dimensionen von Medienpraktiken sind Routine (regelmäßige Nutzungszeiten), Performativität (Erstellung eigener Inhalte), Kooperation und Austausch (Kommentieren,
Forschungsmethoden in diesem Feld umfassen qualitative Interviews, teilnehmende Beobachtung, Tagebuchstudien, Nutzungsanalysen und Diskurs- sowie Inhaltsanalysen. Theoretische
Medienpraktiken sind relevant, weil sie zeigen, wie Menschen in einer zunehmend vernetzten Gesellschaft Informationen suchen, konsumieren,