BleiToxizität
Bleitoxizität bezeichnet die gesundheitsschädlichen Folgen einer Exposition gegenüber Blei, einem giftigen Metall, das in Umwelt, Industrie und Verbrauchsgütern vorkommt. Quellen sind historische bleihaltige Farben, Bleirohre und kontaminierte Böden; heute spielen auch industrieller Abfall, Batterien, importierte Spielzeuge und bestimmte Kosmetikprodukte eine Rolle. Blei kann über Luft, Wasser, Boden, Nahrung oder Hautkontakt in den Körper gelangen.
Viele Organsysteme können betroffen sein. Kinder sind besonders gefährdet, da Blei die Gehirnentwicklung beeinträchtigt und zu
Pathophysiologisch hemmt Blei Enzyme der Häm-Synthese (z. B. ALA-Dehydratase, Ferrochelatase), stört Calcium- und Neurotransmitter-Signale und interferiert
Diagnose und Prävention: Die Exposition wird durch Messung des Blutblei-Spiegels (BLL) beurteilt; es gibt keinen sicher
Behandlung: Bei hohen Werten kommen Chelattherapien wie EDTA oder Dimercaprol/DMSA zum Einsatz, ergänzt durch Maßnahmen zur
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