Thalamusläsionen
Thalamusläsionen sind Schädigungen des Thalamus, eines zentralen Relaiskerns des Diencephalons, der sensorische und motorische Informationen zwischen Rückenmark, Hirnstamm und Cortex verarbeitet. Der Thalamus umfasst verschiedene Kerngebiete, darunter VPL und VPM für somatosensorische Afferenzen, VL und VA für motorische Prozesse sowie intralaminare Kerne, die an Aufmerksamkeit und Bewusstsein beteiligt sind. Die Ursachen reichen von ischämischen oder hämorrhagischen Gefäßerkrankungen über Tumoren, Infektionen, entzündliche Demyelinationen bis zu Traumata.
Klinisch hängen die Symptome stark vom betroffenen Kerngebiet ab. Kontralaterale sensorische Ausfälle sind häufig, besonders wenn
Diagnostik erfolgt primär durch bildgebende Verfahren. MRI mit Diffusions- und Kontrastsequenzen ist sensitiv für akute Läsionen;
Therapie zielt auf die zugrunde liegende Ursache und die Symptomkontrolle ab. Akutbehandlung von ischämischen Ereignissen gemäß