Prolaktinstörungen
Prolaktinstörungen bezeichnen Abweichungen des Prolaktinspiegels aus der Hypophyse. Am häufigsten tritt eine Hyperprolaktinämie auf, selten ist eine Hypoprolaktinämie. Prolaktin spielt eine zentrale Rolle bei der Milchproduktion nach der Geburt und beeinflusst zudem die gonadotrope Achse, sodass Menstruationszyklus, Fruchtbarkeit und Libido betroffen sein können.
Ursachen der Hyperprolaktinämie sind physiologische Zustände (Schwangerschaft, Stillzeit), pharmakologisch bedingt durch Dopaminantagonisten wie Antipsychotika oder Metoclopramid,
Typische Symptome umfassen bei Frauen Amenorrhoe, Oligomenorrhoe, Galaktorrhoe und Infertilität; bei Männern Libidoverlust, erektile Dysfunktion und
Diagnostik umfasst eine nüchterne, morgendliche Prolaktinmessung (Wiederholung bei Grenzwerten), Ausschluss von Schwangerschaft, Nierenerkrankungen und Schilddrüsenstörungen, sowie
Behandlung richtet sich nach der Ursache. Erste Wahl bei Hyperprolaktinämie sind Dopaminagonisten (z. B. Cabergolin, Bromocriptin),