Lernhindernisse
Lernhindernisse bezeichnet Faktoren, die das Lernen in Bildungssituationen erschweren oder verhindern. Sie können individuelle Ursachen haben oder aus Rahmenbedingungen der Lernumgebung entstehen und treten in Schule, Hochschule, Berufsausbildung und im informellen Lernen auf.
Typischerweise lassen sie sich in mehrere Kategorien einteilen: kognitive, affektive, soziale und institutionelle sowie Umwelt- und
Kognitive Hindernisse betreffen Verarbeitungsgeschwindigkeit, Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeit und Vorwissen sowie effektive Lernstrategien. Spezifische Lernschwierigkeiten wie Legasthenie oder
Affektive Hindernisse umfassen geringe Lernmotivation, geringe Selbstwirksamkeit, Lern- oder Prüfungsangst sowie Stress und negative Einstellungen gegenüber
Soziale und institutionelle Hindernisse ergeben sich aus Unterrichtsqualität, Zeitdruck, unklaren Lernzielen, unzureichender Inklusion, Sprachbarrieren oder Diskriminierung.
Umwelt- und technologische Hindernisse betreffen unzureichende Lernmaterialien, fehlende oder geringe digitale Infrastruktur, Lärm, ungeeignete Lernumgebungen und
Auswirkungen sind häufig verringerte Lernleistungen, Frustration, erhöhter Abbruch- oder Wechselbereitschaft sowie eine Zunahme von Bildungsungleichheiten.
Gegenmaßnahmen umfassen Diagnostik und individuelle Förderung, differenzierenden Unterricht, Lernstrategien, schrittweise Aufgabenhilfe, Training von Metakognition und Selbstregulation,
Beispiele für Lernhindernisse sind neuroentwicklungsbedingte Zustände wie Dyslexie, Dyskalkulie oder ADHS sowie Hör- oder Sehbehinderungen, Sprachbarrieren
In Forschung und Bildungspolitik gewinnt die Lage von Lernhindernissen an Bedeutung, um inklusive, barrierefreie Lernangebote zu