Langfristproduktionsfunktion
Die Langfristproduktionsfunktion beschreibt die Beziehung zwischen den Inputs eines Unternehmens und ihrer möglichen Outputmenge, wenn sämtliche Produktionsfaktoren im langfristigen Ausmaß verändert werden können. Anders als im Kurzfristmodell, bei dem mindestens ein Faktor – typischerweise der Kapitalstock – fix bleibt, ist im Langfristmodell alle Inputs flexibel. Die Funktion ist üblicherweise als Y = f(L, K, A) formuliert, wobei Y der Output, L die Arbeitskräfte, K der Kapitalstock und A die technologische Entwicklung darstellt. In der Wirtschaftstheorie wird häufig eine Cobb‑Douglas-Form verwendet: Y = A K^α L^(1‑α), wobei α den Kapitalanteil in der Produktion angibt. Die Langfristproduktionsfunktion liefert wichtige Informationen über die Skaleneffekte eines Unternehmens. If α < 0,5, output wächst mit zunehmendem Input, was auf zunehmende Skalenerträge hinweist; wenn α = 0,5, bleibt das Verhältnis konstant; bei α > 0,5, deuten sie auf abnehmende Skalenerträge hin. Die Funktion dient auch als Grundlage für die Analyse von Marktstruktur, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstumstheorie. Sie ermöglicht es Ökonomen, die Auswirkungen von Investitionen, Technologie-Implementierungen und Arbeitsmarktänderungen auf die Produktionskapazität zu quantifizieren. Empirisch wird die Langfristproduktionsfunktion in Branchenanalysen, Wachstumsmessungen und in der Bewertung von Unternehmensstrategien eingesetzt, wobei die Schätzung der Parameter α und β hilft, die Effizienz und Anpassungsfähigkeit von Unternehmen im Zeitverlauf zu beurteilen.