Geländeaerosol
Geländeaerosol bezeichnet feine Partikel, die in luftigen Umgebungen von Geländestrukturen auftreten und in der Luft suspendiert sind. Der Begriff umfasst natürliche und anthropogene Aerosole, die in Oberflächennähe entstehen oder dort beeinflusst werden. Typische Bestandteile sind Staub ( mineralische Fraktionen, Ton), Pollen, Meeres- oder Salzkörner, Ruß, organische Partikel sowie mikrobielle Aerosole. Die Größenordnungen reichen von wenigen Nanometern bis hin zu einigen Mikrometern; je nach Zusammensetzung beeinflussen Geländeaerosole die lokale Luftqualität, das Klima und die Sicht.
Die Bildung und Freisetzung erfolgt durch Bodenabtragung durch Wind, Vegetationswechsel sowie Feuchte- und Temperaturschwankungen; auch menschliche
Transport und Mikroklima bestimmen die räumliche Verteilung. Turbulente Mischungen, bodennahe Inversionen und advektive Strömung erzeugen räumliche
Messung und Modellierung erfolgen mit Boden- und Luftproben, Impaktoren, Filtern, Lidar, Spektrometrie und Fernerkundung. Modelle reichen
Geländeaerosol ist relevant für lokale Luftqualität, allergische Belastung, Sprühnebeldrift in der Landwirtschaft, Sichtbarkeit und klimarelevante Partikeleigenschaften.