Fehlgefaltungen
Fehlgefaltungen bezeichnet in der Biologie die Abweichung eines Biomoleküls von seiner nativen, funktionalen Faltung. Am häufigsten wird der Begriff im Zusammenhang mit Proteinen verwendet, aber auch RNA- und andere Makromoleküle können fehlgefaltet vorliegen. Fehlgefaltungen entstehen, wenn die Aminosäuresequenz, die chaperonale Unterstützung, die Zellumgebung oder chemische Reaktionen die Faltung in eine funktionale Konformation behindern oder erst gar nicht zulassen. Mutationen, Umweltstress, Temperatur- und pH-Schwankungen sowie oxidativer Stress erhöhen das Risiko.
Die Folge ist oft, dass hydrophobe Oberflächen freigelegt werden, wodurch sich Vernetzungen zu Oligomeren, Protofibrillen oder
Diagnostisch erfolgen Methoden der Biophysik und Zellbiologie wie CD-Spektroskopie, NMR, Kristallografie oder Kryo-Elektronenmikroskopie, sowie Färbungen und
Der Begriff dient sowohl der Beschreibung molekularer Ereignisse als auch als Konzept in der Medizinforschung, um