Datenmarktplätze
Datenmarktplätze sind digitale Plattformen, auf denen Datenanbieter ihre Datensätze, Datenprodukte oder APIs gegen Entgelt oder kostenlos lizensieren und an Datenabnehmer weitergeben können. Sie erleichtern den Austausch von strukturierten, semistrukturierten und unstrukturierten Daten über Branchen hinweg, fördern die Monetarisierung von Daten und unterstützen Unternehmen bei der Beschaffung von neuen Datenquellen für Analytik, KI-Modelle oder Geschäftsprozesse. Es gibt offene, freigegebene Marktplätze sowie kommerzielle oder unternehmensinterne Marktplätze; manche fungieren als neutraler Vermittler, andere als Aggregatoren oder Co-Ops.
Typische Funktionen umfassen Datenkataloge und Metadaten, Datenprovision, Verträge und Nutzungsbedingungen, Zugriffskontrollen, Abrechnung, Bezahlmodelle (Abonnement, nutzungsbasierte Preise),
Datenmarktplätze ermöglichen verschiedene Modelle: Daten als Produkt (Data as a Product), Daten als Service, oder Coops/Allianzen,
Herausforderungen umfassen Datenqualität, Interoperabilität und Standardisierung, rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere Datenschutzgesetze wie die GDPR in der EU,
Zu bekannten Akteuren gehören Cloud-Anbieter mit eigenen Marktplätzen, spezialisierte Vermittler und Plattformen wie AWS Data Exchange,