Anwendungsmodell
Anwendungsmodell bezeichnet in der Informatik ein modellbasiertes Abbild der Funktionen, Abläufe und Interaktionen einer Softwareanwendung oder eines Anwendungssystems. Es dient der verständlichen Beschreibung von Zweck, Nutzerrollen, Geschäftsprozessen sowie der notwendigen Interaktionen mit anderen Systemen und Datenquellen.
Ziel ist es, Stakeholdern eine gemeinsame Sicht auf Anforderungen zu geben, die Grundlage für Architektur, Implementierung,
Inhalte eines Anwendungsmodells sind typischerweise der Funktionsumfang, Use Cases, Geschäftsprozesse, Benutzeroberflächen, Dialoge, Interaktionen mit externen Systemen,
Typische Artefakte sind Use-Case-Diagramme, Aktivitäts- oder Sequenzdiagramme, Prototypen von Benutzeroberflächen und Schnittstellenspezifikationen. In der Praxis kommen
Die Erstellung erfolgt in iterativen Schritten im Requirements Engineering und basiert auf Stakeholder-Analysen, Zielkonflikten und Priorisierung.
Anwendungsmodelle stehen in Wechselwirkung mit anderen Modellen wie dem Datenmodell, dem Funktions- oder Prozessmodell und dem
Einsatzgebiete finden sich in der Softwareentwicklung, Systemintegration, Produktlinienentwicklung und Unternehmensarchitektur. Sie unterstützen Spezifikation, Vertragsgrundlagen, Tests und
Beispiele sind Use-Case-Modelle, Aktivitätsdiagramme, Sequenzdiagramme oder UI-Prototypen, die Ablauf, Entscheidungen und Interaktionen mit Benutzern veranschaulichen.