Wahrnehmungstäuschungen
Wahrnehmungstäuschungen sind Fehlwahrnehmungen sensorischer Reize, bei denen objektive Reize vorhanden sind, aber deren Interpretation fehlerhaft oder irreführend ist. Sie betreffen meist die visuelle Wahrnehmung, können aber auch akustische oder kinästhetische Bereiche betreffen. Sie spiegeln die Verarbeitung im Gehirn wider, das Informationen aus Erwartung, Kontext und Vorwissen integriert.
Visuelle Täuschungen sind am bekanntesten. Beispiele: Müller-Lyer-Illusion (gleiche Linienlänge wirkt unterschiedlich), Ponzo-Illusion (tiefer Raum wirkt größer),
Mechanismen der Täuschungen umfassen Top-down-Verarbeitung, Gestaltprinzipien wie Nähe, Ähnlichkeit und Geschlossenheit, sowie Monokulare und binokulare Hinweisreize,
Bedeutung und Anwendungen: Wahrnehmungstäuschungen dienen der Untersuchung der Funktionsweise des visuellen Systems und finden Einsatz in