Viehbestand
Viehbestand bezeichnet die Gesamtheit der domestizierten Nutztierarten, die in einer bestimmten Region, einem Land oder auf einem Betrieb gehalten werden, und die für landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden. In der Praxis umfasst der Viehbestand typischerweise Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Geflügel, Pferde sowie weitere Nutztierarten wie Kaninchen oder Fische in bestimmten Kontexten. Die Größe des Viehbestands wird üblicherweise als Kopfzahl (Kopf) gemessen; gelegentlich wird auch das Lebendgewicht oder die Zahl der Zucht- bzw. Masttiere separat ausgewiesen. Der Viehbestand dient als zentrale Kennzahl für Erzeugungspotenziale wie Milch, Fleisch, Fell, Eier und Arbeitsleistung und bildet die Grundlage für Futterbedarf, Weide- und Stallflächen sowie kapazitäre Planung.
Die Entwicklung des Viehbestands wird durch Faktoren wie Preissignale, Futterverfügbarkeit, Tiergesundheit, Zucht- und Haltungspraktiken, Umweltauflagen und
Daten zum Viehbestand stammen aus landwirtschaftlichen Volkszählungen, Betriebsverzeichnissen und regelmäßigen Viehbestandszählungen der nationalen Statistiken sowie europaweit