Sturzrisiko
Sturzrisiko bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person in naher Zukunft stürzt. In der Gesundheitsversorgung gewinnt es als Indikator für Sicherheit, Mobilität und Teilhabe an Alltagsaktivitäten an Bedeutung. Es entsteht durch das Zusammenwirken von individuellen Faktoren wie körperlicher Funktion, kognitiven Fähigkeiten und Sinneswahrnehmungen, medikamentösen Einflüssen sowie Umweltbedingungen und Gesundheitszustand.
Zu den häufigsten Risikofaktoren gehören fortgeschrittenes Alter, frühere Stürze, Muskelschwäche, Gang- und Gleichgewichtsstörungen, Seh- oder Hörprobleme,
Die Einschätzung des Sturzrisikos erfolgt oft mittels standardisierter Instrumente wie dem Morse-Fall-Skala, dem Hendrich-II-Fallrisiko-Modell oder STRATIFY.
Präventionsmaßnahmen sind meist multifaktorisch und umfassen Bewegungsprogramme zur Kraft- und Gleichgewichtsverbesserung, Umweltanpassungen (Beleuchtung, Stolperfallen beseitigen, rutschfeste
Die Folgen eines Sturzes reichen von Verletzungen wie Frakturen bis zu Angst vor dem Sturz, verminderter Mobilität