Steroidproduktion
Steroidproduktion bezeichnet die Entstehung von Steroiden, entweder als biologischer Prozess der Steroidogenese oder als industrieller Herstellungsprozess pharmakologisch wirksamer Steroidverbindungen. Biologisch findet Steroidogenese vor allem in der Nebennierenrinde, den Gonaden und der Plazenta statt. Cholesterin dient als Vorstufe; das Enzym P450scc (CYP11A1) spaltet es zu Pregnenolon. Von dort aus laufen weitere Umwandlungen über Progesteron, Kortikosteroide, Androgene und Estrogene. Zentrale Enzyme sind HSD3B, CYP17A1, CYP21A2 und CYP11B1, die die verschiedenen Klassen von Steroiden bilden. Steroidhormone sind lipophil und binden oft an Transportproteine; ihr Wirkort reicht von Leber bis Gewebe, wo sie über Rezeptoren wirken. Die Regulierung erfolgt primär über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse und die Gonadenachse; ACTH stimuliert die Nebennierensteroidogenese, während LH und FSH gonadale Steroide beeinflussen. Negative Rückkopplung aus Hormonen wie Cortisol oder Testosteron stabilisiert die Prozesse.
In der Industrie werden Steroide aus pflanzlichen Sterolen oder aus Cholesterin durch chemische und biotechnologische Verfahren
Umwelt- und gesundheitliche Aspekte spielen ebenfalls eine Rolle: Steroidverbindungen können über Abwasser in die Umwelt gelangen,