Prozessoranzahl
Die Prozessoranzahl bezeichnet die Anzahl physischer Prozessoren in einem Computersystem, also die Anzahl installierter CPU-Sockel. In einfachen Personalcomputern beträgt sie meist eins; in Servern oder Workstations können mehrere CPUs vorhanden sein. Jeder Prozessor kann mehrere Rechenkerne enthalten, und jeder Kern kann zusätzlich durch Technologien wie Hyper-Threading mehrere Threads virtuell gleichzeitig ausführen.
Wichtige Unterscheidungen: Prozessoranzahl vs Kernanzahl vs logische Prozessoren. Die Prozessoranzahl gibt die Anzahl physischer CPUs an.
Auswirkungen auf Leistung. Grundsätzlich erhöhen mehr Prozessoren die mögliche Parallelität, doch die reale Leistungssteigerung hängt von
Architektur und Speicher. SMP-Systeme nutzen gemeinsame Speicher. In Multi-Socket-Systemen entsteht NUMA (Non-Uniform Memory Access), wobei Speicherzugriffe
Einsatzgebiete. Desktop/Workstation: typischerweise 1 CPU mit mehreren Kernen; Server/Hochleistungsrechnen: 2 oder mehr CPUs, teils hunderte Kerne;
Software, Betriebssystem und Lizenzierung. Betriebssysteme unterstützen Mehrfachprozessor-Architekturen durch Scheduler und Treiber. Lizenzmodelle vieler Anbieter richten sich
Messung und Planung. Zur Bestimmung der Prozessoranzahl dienen Systeminformationen, z. B. lscpu, /proc/cpuinfo oder Windows Task-Manager.