Modellprämissen
Modellprämissen bezeichnet man in der Wissenschaft die Annahmen, die einem Modell zugrunde liegen und deren Gültigkeit die Zuverlässigkeit von Schätzungen und Inferenz bestimmt. Sie betreffen sowohl die Struktur des Modells als auch das Verhalten der zugrunde liegenden Daten: Welche Beziehungen zwischen Variablen gelten, wie die Fehlerterme beschaffen sind und welche Randbedingungen bestehen. Werden Prämissen verletzt, können Schätzwerte verzerrt, Standardfehler falsch oder Hypothesentests unzuverlässig werden.
Typische Prämissen in statistischen Modellen umfassen formale Annahmen wie Linearität und Additivität, Unabhängigkeit der Beobachtungen, Homoskedastizität
Die Prüfung von Prämissen erfolgt durch Residuenanalysen, Tests auf Autokorrelation oder Heteroskedastizität, Durbin-Watson- oder Breusch-Pagan-Tests, oder
Modellprämissen sind oft nicht direkt überprüfbar, sondern beruhen auf theoretischem Vorwissen, Datenstrategie und Diagnosen. Ein transparenter