Mehrheitsgesellschaft
Mehrheitsgesellschaft bezeichnet in der Soziologie und Politikwissenschaft die gesellschaftliche Struktur, in der eine Mehrheitsgruppe die zentralen sozial- und politisch normativen Ordnungen, Werte, Sprache und Institutionen bestimmt. Minoritäten leben in dieser Struktur als Teilhabende oder potenziell Ausgegrenzte, je nach Grad der Inklusion.
Der Begriff entstand im deutschsprachigen Diskurs über Migration und Integration in der zweiten Hälfte des 20.
Zu den Merkmalen der Mehrheitsgesellschaft gehören der vorherrschende Sprachraum, der Zugang zu Bildung, Arbeitsmarkt und Medien,
Analytisch wird der Begriff genutzt, um Prozesse von Integration, Assimilation, inklusiver Teilhabe und sozialer Kohäsion zu
Kritik am Konzept verweist darauf, dass es Vielfalt und Machtverhältnisse vereinfacht. Die Bezeichnung könne stigmatisieren oder
In politischen Debatten wird der Begriff oft in Bezug auf Migration, Staatsbürgerschaft, Sprache und Bildung verwendet