Lumbopunktion
Die Lumbopunktion, auch Lumbalpunktion genannt, ist ein diagnostischer und in bestimmten Fällen therapeutischer Eingriff zur Gewinnung von Liquor cerebrospinalis aus dem Subarachnoidalraum. In der Regel erfolgt sie zwischen L3/L4 oder L4/L5. Der Patient wird in Seitenlage oder sitzend positioniert. Unter sterilen Bedingungen wird eine lokale Anästhesie gesetzt. Mit einer dünnen Spinalnadel wird der Duraschluss durchstochen; der CSF tritt in der Regel relativ unblutig aus. Gegebenenfalls wird der Öffnungsdruck gemessen. Der Liquor wird in mehreren Röhrchen gesammelt und anschließend im Labor mikroskopisch untersucht sowie auf Zellzahl, Protein, Glukose, Infektionsmarker (Gram-Färbung, Kultur, PCR) geprüft. Zusätzlich kann der Liquor auf oligoklonale Banden untersucht werden.
Indikationen umfassen die Abklärung eines Verdachts auf Meningitis (bakteriell, viral, selten pilzhaft), das Ausmaß einer Subarachnoidalblutung,
Gegenanzeigen sind erhöhte Gefahr einer Hirnherniation bei Verdacht auf erhöhten ICP, Koagulopathien oder Antikoagulation, Infektion an
Die Befunde der Liquoruntersuchung unterstützen Diagnosestellung und Therapiewahl. Typische Parameter sind Zellen, Proteine, Glukose sowie Erregernachweise