Leberinsuffizienz
Leberinsuffizienz bezeichnet einen schweren Funktionsausfall der Leber, der entweder akut oder chronisch auftreten kann. Bei der akuten Leberinsuffizienz kommt es schnell zu einer Verschlechterung der Leberfunktionen innerhalb weniger Tage bis Wochen; bei der chronischen Leberinsuffizienz handelt es sich oft um eine dekompensierte Leberzirrhose, bei der die Leberfunktion schrittweise abnimmt. Beide Formen führen zu einer gestörten Synthese, Entgiftung und Stoffwechselregulation.
Ursachen sind vielfältig. Akut können Paracetamol-Überdosierung, virale Hepatitiden, toxische oder medikamentöse Leberschäden, Ischämie und selten Stoffwechselerkrankungen
Klinisch zeigen sich Leberinsuffizienzzeichen wie Gelbsucht, Müdigkeit, Übelkeit und Gewichtsverlust. Typische Komplikationen sind verlangsamte Gerinnung (erhöhte
Diagnostisch werden Leberwerte (AST, ALT, ALP, Bilirubin), INR, Albumin, Ammoniakspiegel, sowie Bildgebungen und ggf. Virusserologien, Autoantikörper
Therapie umfasst die Behandlung der Grunderkrankung, supportive Intensivtherapie und Komplikationsmanagement. Dazu gehören Lebertransplantationsbewertung, Behandlung der Enzephalopathie