Kompartimentsyndrom
Kompartimentsyndrom ist ein medizinischer Notfall, der durch einen erhöhten Druck innerhalb eines abgegrenzten Muskel- oder Weichteilkompartiments verursacht wird. Er kann akut auftreten, meist nach Verletzungen oder Frakturen, und auch chronisch exergional vorkommen, insbesondere bei sportlicher Belastung. Beim akuten Verlauf ist eine rasche Diagnose und Behandlung entscheidend, um langfristige Gewebeschäden zu verhindern.
Ursachen sind traumatische Verletzungen wie Frakturen, geschlagene oder gequetschte Extremitäten, Blutungen, posttraumatische Schwellungen, Verbände oder Gips,
Pathophysiologie und Klinik beruhen darauf, dass zunehmender Druck die Mikrozirkulation in der Muskulatur beeinträchtigt. Dadurch wird
Diagnose erfolgt durch Messung des intrakompartmentalen Drucks. Wichtige Werte sind ein Druck im Kompartment > 30 mmHg
Behandlung: Bei akutem Verdacht ist eine sofortige chirurgische Fasziotomie erforderlich, um den Druck zu entlasten. Gleichzeitig
Prognose und Komplikationen hängen stark von der zeitnahen Behandlung ab. Unbehandelt kann das Syndrom zu Muskelnekrosen,