Kollagenabbau
Kollagenabbau bezeichnet den Abbau von Kollagenfasern, einem der wichtigsten Strukturproteine des Bindegewebes. Kollagenarten wie Typ I, II und III kommen vor allem in Haut, Knochen, Knorpel und Sehnen vor. Der Abbau gehört zum normalen Gewebeumlauf und dient der Gewebereparatur, der Anpassung an Belastungen sowie der Wundheilung. Gleichzeitig tragen Dysbalancen beim Kollagenabbau zur Gewebe degeneration in verschiedenen Organen bei.
Der enzymatische Abbau erfolgt vor allem durch Matrixmetalloproteinasen (MMPs), insbesondere Kollagenasen wie MMP-1, MMP-8 und MMP-13.
Die Regulation erfolgt auf Zellebene: Fibroblasten, Chondrozyten und Osteoklasten produzieren Kollagen sowie Proteasen; TIMPs hemmen MMPs
In der Medizin dient die Analyse von Kollagenabbauprodukten als Biomarker für Gewebeabbau, etwa CTX-I oder ICTP