Infrarotemission
Infrarotemission bezeichnet die Abgabe von elektromagnetischer Strahlung im Infrarotbereich durch Materie infolge ihrer Temperatur. Alle Objekte über dem absoluten Nullpunkt senden Infrarotstrahlung aus, wobei die Verteilung der Strahlung durch das Plancksche Strahlungsgesetz beschrieben wird. Reale Materialien weichen durch ihre Oberflächenbeschaffenheit von einem idealen Strahler ab; die Emission hängt von der Temperatur und der Emissivität ε(λ) ab, die zwischen 0 und 1 liegt. Die maximale Emission verschiebt sich gemäß dem Wienschen Verschiebungsgesetz λ_max = b / T, wobei b ≈ 2,898×10^-3 m·K ist. Für einen Körper mit etwa 300 K liegt der Emissionspeak um 9–10 μm. Kirchhoffsches Gesetz besagt, dass Emissionseigenschaften eines Körpers dem absorptiven Verhalten bei derselben Wellenlänge entsprechen (ε(λ) = Absorptivität α(λ) im thermischen Gleichgewicht).
Die Infrarotemission wird mit spezialisierten Detektoren erfasst, zum Beispiel Bolometer, Thermopile oder Photodioden. Viele Instrumente verwenden
Die atmosphärische Durchlässigkeit für IR-Strahlung wird stark durch Wasserdampf und Kohlendioxid beeinflusst; es existieren Transmissionfenster, in