Erdoberfläche
Die Erdoberfläche bezeichnet die äußere Schicht der Erde, die den Kontaktpunkt zwischen Geosphäre, Hydrosphäre, Atmosphäre und Biosphäre bildet. Sie umfasst Kontinente, Inseln und Küstenlinien sowie den Meeresboden. Geologisch liegt sie auf der Erdkruste, die in kontinentale Kruste und ozeanische Kruste unterteilt wird, und wird durch Kräfte der Plattentektonik, des Vulkanismus, der Verwitterung, Erosion und Sedimentation modelliert. Die Oberflächentopographie zeigt Gebirge, Täler, Ebenen sowie Tiefseegräben, Rücken und Flachgebiete. Ungefähr 30 Prozent der Erdoberfläche bestehen aus Festland, während Wasser rund 70 Prozent bedeckt. Der Meeresboden zeigt dabei oft andere Strukturen und Altersspannen als der Kontinentalkruste. Die Oberfläche ist ständigen Veränderungen durch Klima, Wasser- und Luftkreisläufe, Eiszeiten und biologische Aktivität ausgesetzt, wodurch Bodenbildung, Verwitterung und Sedimentation Böden und Sedimente hervorbringen. Menschliche Aktivitäten prägen die Oberfläche stark: Siedlungen, Landwirtschaft, Infrastruktur, Bergbau, Entwaldung und Küstenschutz verändern Landflächen, Wasserhaushalt und Böden. Die Erdoberfläche wird durch Karten, digitale Geländemodelle (DEMs), Fernerkundung, Satellitenmessungen und seismisch-geophysikalische Methoden erforscht und überwacht. Sie bildet Lebensräume der Organismen, liefert Ressourcen und birgt Naturgefahren wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen und Bodenerosion.