Identitätsvorstellungen
Identitätsvorstellungen bezeichnet die inneren, kognitiven Repräsentationen der eigenen Identität. Sie umfassen, wie sich eine Person selbst sieht, welche Merkmale sie ihr zuschreibt und welche Rollen oder Gruppenmitgliedschaften sie für sich relevant hält. Im Deutschen wird der Begriff oft als Teil des Selbstkonzepts verstanden, kann sich aber auch auf spezifische, normative oder gewünschte Vorstellungen beziehen, etwa wer man ist, welche Werte man vertritt oder welchen Lebensstil man anstrebt.
Historisch und theoretisch wird mit Identitätsvorstellungen in Psychologie und Soziologie ein dynamischer Prozess beschrieben. Die Entwicklung
Identitätsvorstellungen sind kontextabhängig und verändern sich über die Lebensspanne. Familie, Herkunft, Migration, Bildung, Medien und soziale
Für Forschung und Praxis werden Identitätsvorstellungen oft durch qualitative Interviews, narrative Analysen oder Selbstberichtskalen erschlossen. Das