Identitätsvermittlung
Identitätsvermittlung bezeichnet in den Sozial- und Kulturwissenschaften die Prozesse, durch die Identitäten von Individuen, Gruppen oder Institutionen hergestellt, kommuniziert, verhandelt und legitimiert werden. Sie umfasst sowohl die Bildung eigener Identitätsentwürfe als auch die Zuschreibung und Bestätigung durch andere. Identitäten entstehen demnach nicht statisch, sondern werden in sozialen Interaktionen, durch Sprache, Medien, Bildungssysteme, politische Rahmenbedingungen und digitale Plattformen verhandelt.
Theoretisch lässt sich Identitätsvermittlung aus verschiedenen Perspektiven betrachten. In der Soziologie wird sie oft im Sinne
Anwendungsfelder reichen von Bildung über Migration bis hin zu Politik und Medien. In Bildungseinrichtungen beeinflussen Curricula,
Methodisch arbeiten Forschende oft mit qualitativen Ansätzen wie Interviews, ethnografischen Beobachtungen, Diskursanalysen oder mixed-methods-Designs, um Prozesse