Heiratsraten
Heiratsraten, in der Regel als Heiratsrate bezeichnet, ist ein demografischer Indikator, der die Frequenz von Eheschließungen in einer Bevölkerung misst. Typischerweise wird sie als Anzahl der Eheschließungen pro Jahr pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner ausgedrückt, gelegentlich auch als Anteil der Bevölkerung, der innerhalb eines Jahres heiratet. Die Messung erfolgt in der Regel anhand von Bevölkerungs- und Zivilstichtagen, wobei nationale Statistiken oder europaweite Quellen wie Eurostat oder OECD herangezogen werden. Unterschiede ergeben sich durch unterschiedliche Rechtsformen (zivil vs. religiöse Trauung), die Behandlung von gleichgeschlechtlichen Ehen und die Verwendung von Mitteljahrs- oder Jahresdurchschnittsbevölkerung als Nenner.
Historisch haben viele westeuropäische Länder im 20. Jahrhundert einen Rückgang der Heiratsraten erlebt, gefolgt von einer
Limitationen: Die Rate erfasst nicht alle Formen von Partnerschaften oder Familienformen, und länderspezifische Unterschiede in Rechtslage
Siehe auch: Demografie, Fertilitätsrate, Koabitation, Zivilstand, Ehestandsentwicklung.