Gerinnungsstatus
Der Gerinnungsstatus bezeichnet den Funktionszustand des Blutgerinnungssystems eines Menschen. Er umfasst die primäre Hämostase (Interaktion von Thrombozyten und Gefäßwand) sowie die sekundäre Hämostase (Gerinnungskaskade mit Aktivierung von Gerinnungsfaktoren) und die Fibrinolyse. Zur Bestimmung des Gerinnungsstatus werden Laboruntersuchungen eingesetzt, die Hinweise auf Blutungs- oder Thromboserisiken geben und therapeutische oder operative Entscheidungen unterstützen.
Zu den häufig erhobenen Parametern gehören Thrombozytenzahl, Prothrombinzeit (in der Regel als INR angegeben), aktivierte partielle
Die Befunde haben unterschiedliche Bedeutungen. Ein erhöhter INR oder eine verlängerte aPTT kann auf Leberfunktionsstörung, Vitamin-K-Defizienz,
Der Gerinnungsstatus ist besonders in der Prä- und Perioperativmedizin, bei Lebererkrankungen, onkologischen Patienten und bei Personen