Gallenausfluss
Gallenausfluss bezeichnet die Entweichung von Gallenflüssigkeit aus dem Gallensystem in Bereiche, in denen sie normalerweise nicht vorkommt. Der Begriff wird in der medizinischen Sprache verwendet, um eine pathologische Leckage zu beschreiben, etwa nach operativen Eingriffen, bei Verletzungen der Gallengänge oder als biliares Austreten in die Bauchhöhle oder in chirurgische Drainagen. Galle besteht aus Wasser, Gallensäuren, Bilirubin und Cholesterin und dient der Fettverdauung; ihr Austritt außerhalb des Gallensystems kann zu Reizungen der Gewebe, Entzündung und Infektion führen.
Ursachen für Gallenausfluss sind vielfältig. Häufige Ursachen sind Verletzungen der Gallengänge oder der Gallenblase während der
Pathophysiologisch führt der Austritt von Galle zu chemischer Peritonitis oder lokaler Gewebeentzündung, häufig begleitet von Flüssigkeitsansammlung
Diagnose erfolgt durch Analyse des abfließenden Gallensaftes (z. B. Bilirubin- und Gallensäuregehalt im Drainageausfluss) und bildgebende
Behandlung richtet sich nach Ursache und Ausmaß. Sie umfasst Gallendrainage oder endoskopische Stentsetzung zur Reduktion des
Prognose und Prävention variieren; eine früh erkannte und gezielte Behandlung verbessert die Aussichten. Vermeidung von Gallengangverletzungen