Flächennutzungsgrad
Der Flächennutzungsgrad ist eine statistische Kennzahl, die den Anteil einer bestimmten Bodennutzung an der gesamten definierten Fläche angibt. Er beschreibt die Nutzungsintensität eines Gebietes bezogen auf eine festgelegte Nutzungsart und wird meist als Prozentsatz ausgedrückt.
Berechnung: Flächennutzungsgrad = (Nutzfläche / Gesamtfläche) × 100. Die Nutzfläche bezeichnet die Fläche, die einer bestimmten Nutzung zugeordnet
Anwendungen: In der Stadt- und Regionalplanung dient der Flächennutzungsgrad dazu, die Bebauungsdichte zu bewerten, Grünflächenanteile zu
Datenquellen und Maßstab: Flächennutzungsgrade werden aus landnutzungsbezogenen Karten oder Fernerkundungsdaten abgeleitet (z. B. amtliche Liegenschaftskarten, CORINE,
Interpretation und Einschränkungen: Ein hoher Flächennutzungsgrad bedeutet eine starke Nutzung der Fläche für die betrachtete Nutzungsart,
Beispiel: In einer Kommune mit einer Gesamtfläche von 500 km² entfallen 125 km² auf Siedlungs- und Verkehrsfläche.