Fibrinogenmoleküle
Fibrinogenmoleküle sind lösliche Glykoproteine im Blutplasma, die eine zentrale Rolle der Hämostase spielen. Sie werden in der Leber von Hepatozyten synthetisiert und finden sich in einer typischen Konzentration von etwa 2 bis 4 g/L im Plasma. Die Halbwertszeit beträgt ca. 3 bis 5 Tage. Fibrinogen dient auch als akutes Phase-Protein und erhöht sich bei Entzündungen, Gewebeschäden und Infektionen.
Struktur- und Bauform: Fibrinogen ist ein ca. 340 kDa schweres Molekül, das aus sechs Polypeptidketten besteht:
Aktivierung und Fibrinbildung: Thrombin spaltet die Fibrinopeptide A und B von den Aα- bzw. Bβ-Ketten, wodurch
Funktionelle Rolle: Fibrinogen vermittelt die Verknüpfung von Plättchen durch Bindung an den GPIIb/IIIa-Rezeptor über das RGD-Motiv
Klinische Aspekte: Fibrinogen wird funktionell (Clauss-Methode) und antigen (Immunoassays) gemessen. Abnormale Werte treten bei Hypofibrinogenämie oder