Faltungstheorie
Faltungstheorie befasst sich mit der Faltung (Convolution) als binärer Operation, die zwei Funktionen, Maßfunktionen oder Verteilungen zu einer dritten Funktion zusammenfasst. In der eindimensionalen Analysis auf den reellen Zahlen definiert sich die Faltung zweier Funktionen f und g durch (f∗g)(t) = ∫_{−∞}^{∞} f(τ) g(t−τ) dτ, sofern das Integral existiert. Die Faltung besitzt grundlegende Eigenschaften wie Verschiebungsinvarianz, Glättungseffekt und Kommutativität, Assoziativität sowie Linearität. Als neutrale Einselement wirkt die Dirac-Delta-Verteilung δ, da δ∗f = f.
Existenz und Räume: Für Funktionenräume wie L¹(ℝ) und Lᵖ(ℝ) gelten typische Stetigkeits- und Regularitätsergebnisse. Beispielsweise gilt
Erweiterungen: Die Faltung lässt sich auf Maße und Verteilungen verallgemeinern. So ist der Faltungsoperator mit einem
Fourier- und Laplace-Theorie: Die Faltungstheorie steht im engen Zusammenhang mit Transformationsmethoden. Der Faltungssatz besagt, dass die
Anwendungen: In der Signalverarbeitung als Filter, in der Bildverarbeitung als Glättung oder Kantenfilter, in der Wahrscheinlichkeitstheorie
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