Eisenhomeostase
Eisenhomeostase bezeichnet die physiologische Regulation des Eisengehalts im Körper mit dem Ziel, ausreichend verfügbares Eisen für essentielle Funktionen bereitzustellen und gleichzeitig eine Eisenüberladung zu verhindern. Eisen wird überwiegend aus der Nahrung aufgenommen, vor allem im Dünndarm (Duodenum). Ein Großteil des Eisens zirkuliert an Transferrin gebunden im Blut, das es zu Geweben wie Knochenmark, Leber und Milz transportiert. Überschüssiges Eisen wird in Ferritin gespeichert. Da der Mensch kein aktives Eisen-Abgabesystem besitzt, bestimmen Aufnahme, Speicherung, Recycling und Verluste die Eisenspiegel. Verluste erfolgen nur gering und sind über Haut, Schleimhäute und Menstruation feststellbar.
Der zentrale regulatorische Faktor der Eisenhomeostase ist Hepcidin, ein Peptidhormon der Leber. Hepcidin bindet an Ferroportin,
Klinisch bedeutsam sind Eisenmangel, der zu Eisenmangelanämie führt, und Eisenüberladung, wie hereditäre Hämochromatose oder sekundäre Überladung
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