Anlagensektor
Der Anlagensektor bezeichnet in der Wirtschaftswissenschaft den Teil der Wirtschaft, der sich mit Kapitalbildung für die zukünftige Produktion beschäftigt. Er umfasst reale Investitionen in Sachanlagen wie Gebäude, Maschinen, Infrastruktur sowie immaterielle Investitionen wie Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und Software. In der Praxis wird der Anlagensektor häufig über Bruttoanlageinvestitionen gemessen, also die Ausgaben für langlebige Güter durch Unternehmen, Haushalte und den Staat.
Der Anlagensektor spielt eine zentrale Rolle für die Produktionskapazität, das Potenzialwachstum und die Produktivität einer Volkswirtschaft.
Untergliederung: Realinvestitionen umfassen Bauwesen, Ausrüstung, Energie- und Verkehrsprojekte sowie immaterielle Investitionen wie Software und F&E. Finanzinvestitionen
Zukünftige Entwicklungen prägen den Anlagensektor, darunter Digitalisierung, Energiewende, demografische Veränderungen und Nachhaltigkeitsanforderungen. Die wachsende Bedeutung immaterieller
Regulatorische Rahmenbedingungen, Förderprogramme und steuerliche Anreize beeinflussen Investitionsentscheidungen. Risiken umfassen Fehlinvestitionen, Konjunkturabhängigkeit und Finanzierungshemmnisse, die