schülerzentrierte
Schülerzentrierte Bildung bezeichnet Ansätze in der Schule, die das Lernen stärker auf die Schülerinnen und Schüler ausrichten. Im Mittelpunkt stehen deren Interessen, Vorkenntnisse, Lernbedürfnisse und Lerntempi. Im Gegensatz zu lehrergesteuerten Unterrichtsformen betont sie die Rolle der Lernenden als aktive Gestaltungsträger des Lernprozesses. In der deutschsprachigen Bildungsliteratur wird der Begriff oft synonym mit lernzentriertem oder schülerorientiertem Unterricht verwendet.
Historisch wurzeln schülerzentrierte Ansätze in der konstruktivistischen Lerntheorie. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gewannen sie
Kernmerkmale sind aktive Beteiligung, Selbstbestimmung, Dialog, projekt- oder problembasiertes Lernen, formative Rückmeldungen, Differenzierung und individuelle Lernwege.
Methodische Anwendungen umfassen Projektarbeit, forschendes Lernen, Gruppenarbeit, Lernportfolios, Lernverträge, offene Aufgaben und flexible Lernformen, bei denen
Befürworter betonen höhere Motivation, Verständnisvertiefung und Transferfähigkeit. Kritisch wird bemerkt, dass erfolgreiche Umsetzung umfangreiche Vorbereitung, Zeit,
Anwendungsfelder reichen von Grundschule bis Sekundarstufe, auch in der Erwachsenenbildung und in inklusiven Klassen. In der