Zyklenführung
Zyklenführung bezeichnet in der Automatisierungstechnik die Planung, Steuerung und Überwachung sequenzieller Arbeitsgänge, die in definierten Schritten oder Zyklen ablaufen. Ziel ist es, Prozesse wiederholbar, sicher und effizient durchzuführen, indem ein Zyklusprogramm die einzelnen Phasen in der vorgesehenen Reihenfolge durchläuft und die Übergänge an Bedingungen wie Zeit, Sensorwerte oder Ereignisse koppelt. Typische Anwendungsfelder sind industrielle Fertigungsprozesse, Reinigungs- und Waschzyklen in Haushaltsgeräten sowie Batch-Verfahren in der chemischen Industrie.
Aufbau und Funktionsprinzip: Ein Zyklenführungssystem umfasst definierte Zyklen (Zyklusvorlagen), eine Zustandsdarstellung des laufenden Zyklus (Zustände oder
Vorteile und Herausforderungen: Zyklenführung erhöht Durchsatz, Reproduzierbarkeit und Nachverfolgbarkeit, birgt aber Anforderungen an klare Zyklusdefinitionen, Fehlerminimierung
Beispiele: Waschmaschinenprogramme wie Baumwolle, Pflegeleicht; Geschirrspülerprogramme; chemische Batchverfahren, Lackierlinien. Siehe auch Prozesssteuerung, Sequenzsteuerung, IEC 61131-3.