Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eines der am weitesten verbreiteten Modelle und konzentriert sich auf die Identifikation und Veränderung dysfunktionaler Gedanken und Verhaltensmuster. Durch Techniken wie kognitive Umstrukturierung und Verhaltensexperimente wird der Klient:in befähigt, problematische Muster zu erkennen und alternative Strategien zu entwickeln. KVT eignet sich besonders für Angststörungen, Depressionen und Zwangsstörungen.
Die psychoanalytische Therapie geht auf die Arbeiten von Sigmund Freud zurück und untersucht unbewusste Konflikte sowie frühkindliche Erfahrungen als Ursachen für psychische Belastungen. Durch Techniken wie freie Assoziation und Deutung von Träumen soll der Klient:in Zugang zu verdrängten Inhalten gewinnen. Dieser Ansatz ist oft langfristig angelegt und wird bei komplexen Persönlichkeitsstörungen oder tiefsitzenden Traumafolgen eingesetzt.
Humanistische Therapieformen wie die klientenzentrierte Therapie nach Carl Rogers betonen die Selbstverwirklichung und das Wachstumspotenzial des Einzelnen. Der Therapeut:in kommt dabei eine unterstützende Rolle zu, die durch Empathie, Echtheit und bedingungslose Wertschätzung geprägt ist. Dieser Ansatz fördert die Selbstreflexion und Eigenverantwortung der Klient:in.
Systemische Therapie betrachtet Probleme im Kontext von Beziehungen und sozialen Systemen, wie Familie oder Arbeitsumfeld. Statt Einzelpersonen zu fokussieren, werden Wechselwirkungen und Kommunikationsmuster analysiert. Ziel ist es, neue Handlungsmuster zu entwickeln, die die Funktionalität des Systems verbessern. Systemische Ansätze sind besonders bei Familiendynamiken oder Paartherapien relevant.